Genau wie bei einer Schlagzeile in der Zeitung, oder dem Titel eines Artikels, erhält die Betreffzeile einer E-Mail die meiste Aufmerksamkeit und entscheidet darüber, wie der Empfänger reagieren wird.

47% der Leser öffnen E-Mails allein wegen der Betreffzeile und 70% entscheiden anhand ihrer, ob sie die E-Mails als Spam markieren. Es ist die wichtigste Variable Ihrer Kampagne, die Sie selbst kontrollieren können.

Gute Betreffzeilen können Ihre Zustellbarkeit und Ihre Öffnungsrate beeinflussen, und diese sind so wichtig, denn ohne sie gibt es auch keine weitere Reaktionen wie Klicks und Konversionen.

Betreffzeilen müssen es durch den Spamfilter schaffen und den Lesern den Inhalt der E-Mail schmackhaft machen. Hier sind 6 Ansätze und Vorlagen für E-Mail-Betreffzeilen, die beides bewältigen.

1. Der Grund warum…

…niemand Ihre E-Mails öffnet und was Sie dagegen tun können!

Inbound.org

Betreffzeilen, die uns die Gründe eines Problems erklären und damit Lösungen versprechen, erzeugen Neugier.

Bonuspunkte sammeln Sie obendrein, wenn Sie die Gründe numerieren (5 Gründe, warum Ihre E-Mails nicht geöffnet werden), denn damit kann der Leser einen gut strukturierten Inhalt und leicht zu erfassende Lösungsansätze erwarten. Aber auch einzelne Gründe können gut funktionieren, solange sie wichtig genug sind.

Probieren Sie diese Vorlagen und Ansätze:
“Der häufigste Grund {unerwünschtes Ergebnis}”
Beispiel:
Der häufigste Grund für das Scheitern von Betreffzeilen”

oder

“X Gründe {unerwünschte Ergebnisse}, und was Sie dagegen tun können”
Beispiel:
“5 Gründe, warum Ihre E-Mails nicht geöffnet werden, und was Sie dagegen tun können”

Vergessen Sie nie, Ihre Betreffzeile mit einem A/B-Test auf die Probe zu stellen.

2. Ein verlockendes Angebot

Ein gezieltes Sonderangebot im richtigen Moment kann Wunder wirken, wenn es einige Bedingungen erfüllt.

Shutterstock

  • Segmentieren Sie genau, an wen es gerichtet ist, und senden Sie das Angebot nur an Zielgruppen, für die es auch von Interesse ist. Wie Sie so ein Segment erstellen, erfahren Sie hier.
  • Das Angebot sollte eine Ausnahme darstellen und einen gewissen Zeitdruck ausüben. Wiederholen Sie zu of dieselben Aktionen und geben Sie den Leuten zu viel Zeit zu reagieren, werden diese wirkungslos.
  • Sprechen Sie den Abonnenten direkt an. Damit meinen wir nicht nur mit seinem Namen, sondern zeigen Sie ihm auch, warum Sie wissen, dass das Angebot von Interesse für ihn ist.

Probieren Sie diese Vorlagen und Ansätze:

“X% auf {gezieltes Produkt} an diesem Wochenende”
Beispiel:
“Nur an diesem Wochenende: 22% Rabatt auf Skiwäsche”

oder

“{Ansprache}: X% sparen, wenn Sie {wünschenswertes Handeln} – endet in {time}”
Beispiel:
“Lieber Marathonläufer: Sparen Sie 22%, bei der Anmeldung während der nächsten 12 Stunden”

3. Eine direkte Frage

Mit einer überraschenden Frage wecken Sie nicht nur die Aufmerksamkeit der Abonnenten, sondern schaffen Interaktion und Engagement.

Zillow

Achten Sie dabei darauf, dass die Frage

  • für den Abonnenten von Interesse ist und
  • etwas provokant oder herausfordernd gestellt ist.

Benutzen Sie unsere Umfragen und Abstimmungen für die Antworten der Abonnenten:
Wie erstelle ich eine Umfrage?
Wie erstelle ich eine Abstimmung?

Probieren Sie diese Vorlagen und Ansätze:

“Wie viel {wünschenswertes Ergebnis} können Sie für {niedriger Betrag} bekommen?”
Beispiel:
“Wie viel Karibik bekommen Sie für 300€?”

Oder:

“Wissen Sie, {wünschenswertes Ergebnis} Sie erreichen können?
Beispiel:
“Wissen Sie, wie Sie Ihre E-Mail-Öffnungen verdoppeln können?”

4. Dringlichkeit

Den Kunden etwas Feuer unter dem Hintern zu machen, ist nichts Neues, aber ein weiterhin bewährtes Mittel der Aktivierung. Am Besten verwendet man es gleich in der Betreffzeile, damit keiner das Angebot verpasst.

MarketingProfs

Dringlichkeit kann mit einer zeitlichen Begrenzung des Angebots oder mit einer Einschränkung des Kontingents eingesetzt werden. Doch man sollte es auch nicht übertreiben, denn das kann den Empfänger demotivieren.

Probieren Sie diese Vorlagen und Ansätze:

“Beeilen Sie sich: {Angebot} endet in {Zeitspanne oder Zeitpunkt}!”
Beispiel:
“Beeilen Sie sich: 30% Rabatt endet in 2 Tagen!”

Oder:

“Letzte Chance für {Angebot} – nur noch {verbleibende Anzahl}!”
Beispiel:
“Letzte Chance zur Anmeldung zum Workshop – nur noch 5 Plätze frei!”

Diese Strategie läßt sich besonders gut mit E-Mail-Automatisierung umsetzen, da Sie die Zeitspannen an die Reaktionen der Abonnenten, wie Klicks und Öffnungen anpassen und individuellen “Druck” ausüben können.

5. Hey, was gibt’s? 😎

In besonderen Momenten kann es auch hilfreich sein, auf alle bisherigen Tipps zu verzichten und den entgegengesetzten Weg einzuschlagen und die Betreffzeile einfach, direkt und persönlich zu verfassen, als ob es sich um eine E-Mail zwischen Bekannten handelte.

Hey

Dazu, können Sie sogar mit einem Merge-Tag den Namen des Empfängers in der Betreffzeile erwähnen, und der gemäßigte Gebrauch von Emojis kann Wunder wirken.

Hier sehen Sie, welche Merge-Tags Sie zur Verfügung haben, und wie man Emojis in Betreffzeilen einbaut.

Passen Sie allerdings auf, denn diese Taktik kann sich bei häufigerem Einsatz schnell abnutzen und zu Abmeldungen führen.

Probieren Sie diese Vorlagen und Ansätze:

“{Name}, das wird Dir gefallen 🤣🤣 ”
Beispiel:
“Jonathan, das wird Dir gefallen 🤣🤣 ”

Oder:

“Hey, {Name}, hast Du am {Termin} Zeit für mich?”
Beispiel:
“Hey, Martina, hast Du am Freitag Zeit für mich?”

6. Meine Geschichte

Das berühmte Geschichtenerzählen, auf Neudeutsch Storytelling, ist eine wirkungsvolle Methode, Leuten auf eine einfache und persönliche Art und Weise Inhalte näher zu bringen, und kann schon in der Betreffzeile beginnen.

Derek Halpern

Persönliche Erfahrungen sind nicht nur glaubwürdiger, sondern erlauben auch eine leichtere Identifizierung, wenn eine ähnliche Problemsituation vorliegt.

Probieren Sie diese Vorlagen und Ansätze:

“Erfahren Sie, wie {Firma} in {relativ kurzer Zeitraum} {wünschenswertes Ereignis}.”
Beispiel:
“Erfahren Sie, wie Beispiel AG in einem Jahr den Gewinn verdoppelt hat.”

Oder:

“Wie {Name} von {negativem Status} zu {positivem Status} gekommen bin.”
Beispiel:
“Wie ich vom Faulenzer zu Marathonläufer wurde.”

Geschichten werden noch überzeugender, wenn Sie durch ein Video unterstützt werden. Bauen Sie das Video direkt in Ihre E-Mail-Kampagne ein:

Fazit

Bevor Sie nun diese 6 Ratschläge anwenden, überlegen Sie zuerst, welche Betreffzeile Ihr Interesse wecken würden, wenn Sie sich bei Ihrem eigenen Newsletter angemeldet hätten. Einer der häufigsten Fehler beim E-Mail-Marketing ist, nur an das zu denken, was wir sagen wollen und nicht daran, was der Empfänger gerne wissen möchte.

Um Herauszufinden, ob Sie richtig liegen, vergessen Sie nie, Ihre Betreffzeile mit einem A/B-Test auf die Probe zu stellen.

Können Sie sich an besonders brilliante oder peinliche Betreffzeilen erinnern. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese in den Kommentaren mit uns teilten.

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