Die Kaufkraft von Müttern: Warum es eine glänzende Idee ist, in Mütter zu investieren

Lesezeit: 2 Minuten Über den Horizont

Seien wir ehrlich: Wann immer es darum geht, etwas für das Zuhause oder die Familie zu kaufen, haben Mütter das Sagen. Das schließt auch die Männer der Familie mit ein, da deren Kaufverhalten durch Frauen wahrscheinlich beeinflusst, wenn nicht sogar kontrolliert wird. Tatsächlich gibt es inzwischen einen Begriff dafür, nämlich: “She-economy”.

Ein Bericht von Greenfield zum Thema Frauen enthält unter anderem einige unglaubliche Fakten zur Kaufkraft, die Frauen in den verschiedenen Branchen stellen. Erstens fällen Frauen in 91% der Neuanschaffungen im Haushalt die Entscheidung. Weitere Branchen und die dazugehörigen Prozentzahlen lauten unter anderen:

  • 66% Computer
  • 92% Urlaubsreisen
  • 80% Gesundheitspflege
  • 65% neue Autos
  • 89% Bankkonten
  • 93% Lebensmittel
  • 93% nicht verschreibungspflichtige Medikamente
  • 58% der gesamten online getätigten Ausgaben

Ihre Gesamtausgaben belaufen sich auf weltweit 20 Billionen US-Dollar. Das das ist aber noch nicht alles: Frauen warten mit dem Kinderkriegen heutzutage länger. Bei einem genaueren Blick auf die Frauen, die am meisten Einfluss haben, stellt sich also heraus, dass es sich um ältere Frauen bzw. erwachsenere Mütter jenseits der 30 handelt. Der Grund hierfür liegt darin, dass ihnen in diesem Alter ein deutlich höheres, frei verfügbares Einkommen zur Verfügung steht. Die Studienkredite sind abbezahlt, wir befinden uns wahrscheinlich in einer beständigen Berufslaufbahn und verfügen über stetige Einkünfte. Sie wissen nun also, dass Mütter – was Kapital und Selbstbestimmung angeht – über Kaufkraft verfügen. Die nächste Frage lautet: Investieren Sie bereits in sie? Die Chancen stehen gut, dass Sie das Ziel verfehlen.

Eine von FanFinder unter 5330 Müttern im März 2015 durchgeführte Umfrage ergab, dass:

  • 35% der Mütter sich durch Marken in eine Schublade gesteckt fühlen
  • 46% sich durch Marketing und die darin präsentierten realitätsfremden Ideale unter Druck gesetzt sehen
  • 28% finden, dass Marketing sich gegenüber Müttern sexistisch verhält
  • 32% finden, dass das meiste auf Mütter ausgerichtete Marketing herablassend ist
  • 87% der Meinung sind, dass Marken Väter mehr in ihr Marketing integrieren sollten

Mütter haben eine Sache gemeinsam: sie wollen verstanden werden. Wenn Sie also an Ihre Zielgruppe “Mutter” vermarkten wollen, müssen Sie sich zuerst fragen, mit welcher Art von Mutter Sie es zu tun haben:

  • berufstätige Mütter
  • nicht berufstätige Mütter
  • Mütter der Generation Y, also “Digital Natives”
  • Mütter der Generation X

Lassen Sie bei den berufstätigen Müttern auf keinen Fall unberücksichtigt, dass sie möglicherweise diejenige ist, die sich hauptsächlich um das Brötchenverdienen kümmert und eventuell sogar alleinerziehend ist. Berufstätige Mütter werden typischerweise von zwei Dingen angetrieben: Schuldbewusstsein und Effizienz. Es gibt immer ein gewisses Maß an Schuldbewusstsein, dass sie nicht genug für ihre Kinder da seien, also werden sie motiviert sein Entscheidungen zu treffen, die das Leben ihrer Kinder bereichern – umso mehr, wenn diese Entscheidungen ganz leicht getroffen werden können. Diese Mütter sind nicht wie Mütter der Generation X (also zwischen 1965 und 1980 geboren), die solche Defizite mit Technologie auszugleichen versuchen. Das bedeutet, dass diese Gruppe am ehesten auf spezifische Marketingkampagnen reagieren werden. Nicht berufstätige Mütter hingegen halten Ausschau nach einem Schnäppchen. Das Schnäppchen sorgt aufgrund ihres geringeren Einkommens für Motivation und sie müssen nicht zwangsweise irgendwohin (ins Büro), wie es berufstätige Mütter müssen. Das bedeutet, dass obwohl beide Arten von Müttern jede Menge zu tun haben, nicht berufstätige Mütter mehr Zeit für die Schnäppchenjagd haben. Typischerweise tun sie dies über die sozialen Kommunikationskanäle einer Marke. Das haben nicht berufstätige Mütter und Mütter der Generation Y gemeinsam: Sie sind beide begeisterte Nutzer der sozialen Medien.

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